Hier nun das obligatorische „Wieso, weshalb, warum Huhn mit Hut?“.

Wieso überhaupt Kochen?
In meinen Endzwanzigern (was jetzt länger her klingt, als es ist) entstand bei mir der Wunsch endlich „richtig“ kochen (und backen) zu lernen. Nur wo fängt man an? Kochbücher hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht nur eins, vom Internet ganz zu schweigen. Also fängt man am besten bei dem an das man kennt und liebt. Gerichte aus der Kindheit und Familienrezepte.
Aus Nudeln mit Pesto wurden Pierogi (Nudelteigaschen) und aus einfachen Kartoffeln meine geliebten Kluski śląskie (schlesische Klößchen) – wobei auch heute noch Kartoffeln mit Butter, Salz & Kefir durch nichts zu toppen sind. Manche der Rezepte wurden genau so in meiner Familie gekocht, andere habe ich abgewandelt und dann gibt es noch meine Eigenkreationen. Ich liebe die polnisch-schlesische Küche, koche aber querbeet.
Kochen verbinde ich mit Zuhause. Ob es das weit entfernte Zuhause bei meinen Verwandten in Polen, um die Ecke bei meinen Eltern oder in der eigenen Wohnung mit Freunden ist. Gemeinsam essen, den Alltagsstress hinter sich lassen und dann zufrieden im Ess-Delirium (weniger schick Fresskoma genannt) verweilen – besser geht’s nicht.

Weshalb das ganze in Blogform?
1. Als Ansporn für mich dran zu bleiben. Als Kind wechselten meine Hobbies/Interessen des Öfteren. Ich habe gerne „Projekte“ begonnen, allerdings auch genauso schnell wieder beendet. Ganz ablegen konnte ich das bis heute nicht: mein zuletzt geplantes Harry-Potter-Monopoly liegt jetzt auch schon seit zwei drei Jahren im Keller.
2. Zur Dokumentation. Mit der Zeit entwickelte sich das Ganze zu einem unglaublich erfüllenden aber auch zeitaufwendigen Hobby. Besonders wenn erst nach gefühlten 1000 Versuchen etwas so schmeckt, wie ich es mir vorgestellt hatte (Hallo Perfektionismus – oder auch Zitat F.: „Das soll doch Spaß machen?!“).
3. Vor allem aber bietet mir der Blog die Möglichkeit meine Kreativität auszuleben: fotografieren, schreiben, gestalten und natürlich nebenbei essen (die kreativste dieser Tätigkeiten).

Warum dieser Name?
Ein Kochblog mit Titel „Kochen mit …“, „… kocht“ oder Ähnliches wäre naheliegend gewesen. So ganz zufrieden war ich damit allerdings nicht.
Ich mag Hühner. Es war für mich immer höchst entspannend, den Hühnern meiner Oma beim picken im Garten zuzusehen. Außerdem weckt mich bereits der kleinste Sonnenstrahl, was F. einmal dazu veranlasste, an einem sehr frühen (und für mich schon aktiven) Samstagmorgen verschlafen nachzufragen, ob denn das „Hühnchen“ wieder wach sei. Außerdem mag ich Hüte. Huhn mit Hut klang eingängig. Einen tieferen Sinn gibt es nicht 😉 .

Das Beste kommt zum Schluss!
Danke an meine Familienmitglieder und Freunde, die mich hierzu inspiriert haben.
Danke an meine Eltern für die zahlreichen (und z. T. von mir widerwillig angenommenen) Tipps und Kommentare.
Danke an F., der mit mir den Alltag teilt und immer wieder als Testesser herhalten muss (und auch „Eher-geht-so-Kuchen“ verspeist).
Kein Dankeschön an meine zwei flauschigen Mitbewohner durch die sich das Kochen chaotischer gestaltet als es sein müsste.
Ich freue mich über jeden, der an meinem Projekt teilnimmt!
Liebe Grüße
Huhn mit Hut

