Schokopudding – Der süße Retter in der Not (und für übrig gebliebene Schokonikoläuse)

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Vor Weihnachten ist nach Weihnachten – das merken wir spätestens, wenn uns beim Aufräumen ein paar übrig gebliebene Schokonikoläuse entgegenlachen. Zu schade zum Wegwerfen, aber wann isst man die eigentlich noch? Genau jetzt! Denn aus ihnen lässt sich der perfekte Schokopudding zaubern.

Für mich ist Schokopudding der Inbegriff von Kindheit. Ein Dessert, das schon beim Rühren Erinnerungen weckt – an Sonntage, an spontane Gelüste auf etwas Süßes und an leuchtende Augen, wenn die Frage „Weißt du, worauf ich Lust hätte?“ eigentlich keiner Antwort bedarf. Meine Mutter hatte deshalb immer ein Tütchen Puddingpulver und Milch im Vorratsschrank. Ein Notfallplan für Dessertkrisen – besonders dramatisch, wenn sie sonntags auftreten und die Tankstelle die einzige Rettung wäre.

Ich habe diese Tradition übernommen. Egal, wie leer der Kühlschrank sein mag – Pudding geht immer. Und seien wir ehrlich: Selbstgemachter Schokopudding schlägt jede fertige Süßigkeit. Diesmal habe ich ihn in kleine Förmchen gefüllt – perfekt portioniert und hübsch anzusehen. Aber meistens landet er bei uns einfach in Schälchen, so wie früher.

Die ewige Frage: Mit Haut oder ohne?
Pudding spaltet die Gemüter – und das vor allem bei der Frage, ob er eine Haut haben darf oder nicht. Ich persönlich liebe die Schicht, die sich beim Abkühlen bildet. Für alle, die sie nicht mögen: Einfach direkt nach dem Einfüllen Frischhaltefolie auf den Pudding legen, und schon bleibt er hautfrei.

Schokoladenpudding

Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 500 ml Vollmilch
  • 100 g Zartbitterschokolade 70%
  • 40 g Speisestärke gesiebt
  • 40 g Zucker
  • 5 g Kakao gesiebt

Anleitung

  • Speisestärke mit 100ml Milch, Zucker und Kakao verrühren.
  • Schokolade hacken, in einen kleinen Topf geben und in 400ml Milch schmelzen lassen.
  • Die Schokomilch aufkochen lassen, Topf vom Herd nehmen und unter ständigem Rühren die Stärkemischung dazugeben.
  • Pudding nochmal für 1-2min auf den Herd stellen, weiterrühren bis der Pudding eindickt.
  • Pudding sofort auf Schälchen/Förmchen verteilen.

Qualität zahlt sich aus
Wie bei allem gilt auch hier: Je besser die Zutaten, desto besser das Ergebnis. Neben den geschmolzenen Schokonikoläusen habe ich noch eine ältere Tafel 90%ige Schokolade verwendet, die dringend verbraucht werden musste. Perfekt für einen besonders intensiven Schokogeschmack.

Also, bevor ihr euch fragt, was ihr mit den Schokoladenresten aus der Weihnachtszeit anfangen sollt – Schokopudding ist immer eine gute Idee. Egal, ob mit oder ohne Haut. Egal, ob aus Förmchen oder Schälchen. Hauptsache, er bringt euch genauso zum Strahlen wie mich damals – und heute noch.



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