Rosenkohlquiche mit Brie

Rosenkohl polarisiert. Die einen lieben ihn, die anderen können ihn schon beim Gedanken an den typischen Geruch beim Kochen kaum ertragen. Und ja, zugegeben, falsch zubereitet kann er seine weniger charmanten Seiten zeigen: matschige Konsistenz, ein Hauch von Bitterkeit – kein Wunder, dass er nicht in der Liste der Lieblingsgemüse auftaucht. Aber das ist eigentlich schade! Denn Rosenkohl hat so viel mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint.
Neben seinem feinen, nussigen Geschmack, wenn er richtig zubereitet wird, ist Rosenkohl auch ein echtes Nährstoffwunder. Er steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe, allen voran Vitamin C – ein Booster für das Immunsystem, der gerade in der kalten Jahreszeit Gold wert ist. Aber auch Ballaststoffe, Folsäure und Antioxidantien machen ihn zu einem echten Power-Gemüse. Das macht ihn nicht nur lecker, sondern auch unglaublich gesund.
Diese Quiche ist ein kleines Liebeslied an den Rosenkohl. Seine zarten Röschen bekommen Gesellschaft von würzig-cremigem Brie und einer süßen Note von Preiselbeeren – eine Kombination, die jede skeptische Geschmacksknospe bekehrt. Der Kontrast aus herzhaft und süß hebt den Rosenkohl auf ein ganz neues Level.
Mein persönliches Highlight dieser Quiche ist die Backform, in der sie gebacken wurde. Gekauft habe ich sie auf einer Reise nach London – zusammen mit, wie soll ich sagen, ein paar anderen „essentiellen“ Küchenutensilien. Mit nur Handgepäck dabei wurde das ganz schön abenteuerlich, vor allem, als wir uns fragten, ob das Gewicht der neuen Schätze den Koffer sprengen würde. Spoiler: Es hat gepasst!


Rosenkohlquiche
Zutaten
Quicheteig
- 250 g Mehl
- 125 g kalte Butter
- 1 Eigelb
- 2 EL kaltes Wasser
- 1 Prise Salz
Füllung
- 500 g rote Zwiebeln + Butter
- 750 g Rosenkohl ca. 500g geputzt
- 1 TL Zucker
- 2 Eier
- 1 Creme Fraiche 200g
- Salz, Pfeffer
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Briespitze 200g
Preiselbeeren aus dem Glas
Backpapier und Erbsen (Blind backen)
Anleitung
Teig
- Butter in kleine Stücke schneiden, mit den anderen Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten. In Frischhaltefolie einpacken und mindestens 30 min in den Kühlschrank stellen.
- Arbeitsfläche einmehlen, Teig ausrollen. Alternative: Teig zwischen 2 Stücken Frischhaltefolie ausrollen.
- Quicheform mit dem Teig auskleiden. An mehreren Stellen mit einer Gabel einstechen.
- Auf den Teig Backpapier und Erbsen/Kichererbsen geben. Bei 180°C 10 min blind backen. Beides entfernen und weitere 5 min weiter backen. Abkühlen lassen.
Füllung
- Zwiebeln schälen, halbieren und in Spalten schneiden. In Butter glasig braten.
- Äußere Blätter vom Rosenkohl entfernen, unteres Ende vom Strunk abschneiden, dann Rosenkohle am Strunk kreuförmig einschneiden. Wasser mit Salt und 1 TL Zucker aufkochen lassen, Rosenkohl 6min kochen. Abkülen lassen und halbieren.
- Creme Fraiche, Eier und gepresste Knoblauchzehen verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Zuerst die Zwiebeln, dann die Rosenkohlhälften auf dem Teig verteilen. Mit der Eier-Creme Fraiche-Mischung übergießen.
- Brie in Stücke schneiden, auf der Quiche verteilen.
- Bei 180°C Ober-/Unterhitze 35-40 min zu Ende backen.
Für den Boden habe ich einen klassischen Mürbeteig selbst gemacht, was die Quiche besonders knackig und buttrig macht. Aber keine Sorge: Wer wenig Zeit hat oder einfach keine Lust aufs Teigkneten, kann sich das Leben einfacher machen und fertigen Teig verwenden. Das Ergebnis wird trotzdem himmlisch!
Falls Brie nicht euer Ding ist, nehmt einfach einen anderen Käse, der gut schmilzt. Raclettekäse, Gouda oder ein milder Blauschimmelkäse passen ebenfalls hervorragend und geben der Quiche eine ganz eigene Note. Und die Preiselbeeren? Die kann man fancy selbst zu einer Sauce einkochen oder einfach aus dem Glas löffeln – beides funktioniert wunderbar.
Die Quiche kann man warm oder kalt genießen, als Hauptgericht mit einem Salat oder auch in kleinen Stücken als herzhaften Snack für zwischendurch. Egal, wie ihr sie serviert, sie wird die Vorzüge des Rosenkohls in den Vordergrund stellen und selbst Skeptiker überzeugen. Probiert es aus – vielleicht wird der kleine, grüne Kohlkopf ja doch noch zum Star eurer Küche!


