Kluski śląskie – schlesische Kartoffelklößchen mit Veggie-Bratensoße
Klöße, Knödel oder wie auch Kluski sind die Bezeichnungen für meine liebste Beilage zu einem deftigen Sonntagsessen.
Sonntags gehe ich ab und an zu meinen Eltern zum Mittagessen und mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Kartoffelklößchen ein Teil davon. Nicht weil es bei meinen Eltern jeden Sonntag das Gleiche gibt, sondern weil mir meine Mutter diese besondere Freude machen möchte. Mittlerweile fragt F. neckisch (mit verstellt hoher Stimme) ob es denn wieder Klößchen gab, wenn ich nach Hause komme 😉 .
In Zeiten von Krankheit boten mir die Klößchen vor Jahren auch Trost und Vertrautheit. Meine Mutter nahm sie (in Mini-Variante) in einer mit Soße gefüllten Thermoskanne mit zum Besuch ins Krankenhaus. Wenn ich sonst auch nichts verdrücken konnte, Klößchen gingen immer.
Das Rezept für die kluski śląskie stammen von meiner Mutter. Die dazu passende vegetarische Bratensoße von mir. Diesen Beitrag kann man somit als Mutter-Tochter-Produktion ansehen 🙂 .


Kluski śląskie – schlesische Kartoffelklößchen
Zutaten
- 500 g geschälte Kartoffeln
- 125 g Kartoffelmehl + 1 EL
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
Anleitung
- Kartoffeln in Salzwasser sehr weich kochen und paar Minuten abkühlen lassen.
- Kartoffeln stampfen und mit den übrigen Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig kneten – der 1 EL Kartoffel mehr kommt zum Schluss.
- Teig erst zu kleinen Kugeln formen, dann flach drücken und am Ende eine kleine Mulde in die Mitte drücken.
- Gesalzenes Wasser aufkochen lassen. Klößchen in siedendem (aber nicht mehr sprudelndem) Wasser kochen, bis diese an der Oberfläche schwimmen. Umrühren und weitere 5min kochen.
Das spezielle an dieser Art Klößen ist das Kartoffelmehl. Es macht die Klößchen leicht gummihaft – aber nicht zu gummihaft, sonst war’s wohl zu viel Mehl! 😉
Die Mulde dient natürlich dazu, dass mehr Soße hängen bleibt. Da F. Vegetarier ist, wollte ich unbedingt eine vegetarische Bratensoße kreieren. Wer braucht schon Fleisch für Röstaromen? Nimmt man veganen Rotwein ist sie sogar ganz frei von tierischen Produkten. Die Soße passt natürlich auch zu anderen Gerichten und Beilagen, wie z. B. Veggie-Braten oder Stampfkartoffeln. Ansonsten gern eine weiße Soße zu den Klößchen reichen. Oft mache ich zu Kluski auch Meerretichsoße.
Vegetarische Bratensoße
Zutaten
- 750 ml Gemüsebrühe
- 250 ml Rotwein ggf. vegan
- 2 große Karotten
- 2 Selleriestangen
- 200 g Champignons
- 2 Zwiebeln
- 25 g Tomatenmark
- 1 Lorbeerblatt, 1 TL Pfefferkörner, 5 Pimentkörner, 10 Wacholderbeeren
- 2 TL brauner Zucker
- Sojasoße zum Abschmecken
- Stärke zum Andicken der Soße
- Öl zum Anbraten
Anleitung
- Karotten schälen, Pilze putzen und beides in dünne Scheiben schneiden. Zwiebeln halbieren und in Ringe schneiden. Sellerie ebenfalls in Scheiben schneiden.
- Wenig Öl in der Pfanne erhitzen. Tomatenmark hinzugeben und verrühren.
- Gemüse hinzugeben und erst mal nicht umrühren, damit sich Röstaromen bilden könnnen (Stufe 5 von 9 bei meinem Herd).
- Sobald das Gemüse anröstet und droht festzukleben mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Das Gemüse darf nicht schwarz werden!
- Umrühren, Rotwein verkochen lassen und das Gemüse wieder anrösten.
- Wieder ablöschen und den vorherigen Schritt wiederholen bis der Wein aufgebraucht ist.
- 500 ml Brühe, Zucker und die Gewürze hinzufügen, 15 min köcheln lassen (Stufe 3 von 9).
- Soße abseihen und mit Sojasoße abschmecken.
- Stärke mit Wasser anrühren und die Soße nach Belieben andicken.
Ein Teller Klößchen sind für mich schon allein ein feines Hauptgericht. Während unserer Polenreise waren F. und ich in Krakau in einem Lokal essen, das sich sogar nach diesen kleinen Leckereien benannt hatte (Kluska na Placu).






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